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Kanal-Lufterhitzer sind zum Erwärmen oder Vorwärmen sauberer Luft in mechanischen Lüftungssystemen vorgesehen. Sie werden direkt in Zuluftkanäle eingebaut und können sowohl in einfachen Systemen mit Kanalventilator als auch in Systemen mit Wärmerückgewinnungsgeräten, Lüftungsgeräten (AHU) und anderen Luftzufuhr- und Luftaufbereitungssystemen eingesetzt werden.
In dieser Kategorie stehen zwei Hauptgruppen von Kanal-Lufterhitzern zur Auswahl:
Bei den elektrischen EHC-Modellen wird die Luft durch elektrische Heizelemente erwärmt. Es stehen Modelle mit unterschiedlichen Kanaldurchmessern, Heizleistungen, Versorgungsspannungen, Phasenanzahlen, Temperaturbereichen und Steuerungsvarianten zur Verfügung – von Basisausführungen ohne integrierte elektronische Regelung bis hin zu Modellen mit Temperaturregelung, 0–10-VDC-Steuerung, Luftstrom- und Drucküberwachung sowie weiteren Automatisierungsfunktionen.
Bei den wassergeführten HDW-Kanal-Lufterhitzern wird die Luft durch die Wärme erwärmt, die vom Warmwasser über einen Wärmetauscher übertragen wird. Sie sind für Systeme vorgesehen, in denen eine geeignete Warmwasserquelle vorhanden ist und deren Wärme zur Erwärmung der Zuluft genutzt werden soll.
Elektrische EHC-Kanal-Lufterhitzer werden eingesetzt, wenn die Zuluft eines Lüftungssystems auf die erforderliche endgültige Zulufttemperatur erwärmt werden muss.
In einem einfachen mechanischen Zuluftsystem fördert ein Kanalventilator Außenluft, während der im Luftkanal installierte elektrische Lufterhitzer deren Temperatur auf den erforderlichen Wert anhebt. Ein Kanal-Lufterhitzer kann daher auch in einem System ohne Wärmerückgewinnungsgerät eingesetzt werden.
In einem System mit Wärmerückgewinnung kann der elektrische Lufterhitzer hinter dem Wärmerückgewinnungsgerät installiert und als zusätzlicher Zuluft-Nacherhitzer verwendet werden. Beträgt die Zulufttemperatur nach der Wärmerückgewinnung beispielsweise +15 °C und werden +22 °C benötigt, erwärmt der Kanal-Lufterhitzer die Luft zusätzlich auf die eingestellte Temperatur.
Elektrische Lufterhitzer können auch mit Lüftungsgeräten (AHU) und anderen Luftzufuhr- oder Luftaufbereitungsgeräten eingesetzt werden, wenn die Zulufttemperatur zusätzlich erhöht werden muss.
Der standardmäßige Temperatureinstellbereich der EHC-Lufterhitzer beträgt 0...+30 °C. Je nach Anforderung sind auch andere Temperaturbereiche erhältlich.
Elektrische EHC-Kanal-Vorwärmer sind dazu bestimmt, kalte Luft auf eine festgelegte Zwischentemperatur vorzuwärmen. Anschließend kann die Luft im Lüftungssystem weiter erwärmt, über eine Wärmerückgewinnung geführt oder anderweitig aufbereitet werden.
Vorwärmer sind nicht ausschließlich für Systeme mit Wärmerückgewinnung vorgesehen. Sie können in einfachen Zuluftsystemen mit Kanalventilator sowie vor Wärmerückgewinnungsgeräten, Lüftungsgeräten (AHU) und anderen Luftaufbereitungsgeräten eingesetzt werden.
In einem System mit Wärmerückgewinnung kann ein elektrischer Vorwärmer im Außenluftkanal vor dem Wärmerückgewinnungsgerät installiert werden. Er erwärmt die kalte Außenluft auf die für den Betrieb des jeweiligen Lüftungsgeräts erforderliche Temperatur und kann zum Schutz des Wärmetauschers vor Vereisung eingesetzt werden.
Beträgt die Außenlufttemperatur beispielsweise -20 °C und benötigt die nachfolgende Komponente des Systems Luft mit einer Temperatur von mindestens -5 °C, kann der Vorwärmer die Luft von -20 °C auf -5 °C erwärmen.
Die standardmäßigen Temperatureinstellbereiche der EHC-Vorwärmer betragen -10...+20 °C und -30...0 °C. Je nach Anforderung sind auch andere Temperaturbereiche erhältlich.
EHC-Vorwärmer sind zusätzlich wärmeisoliert, da sie für den Betrieb mit Luft niedriger Temperatur ausgelegt sind.
Wassergeführte HDW-Kanal-Lufterhitzer sind zur Erwärmung der Zuluft in mechanischen Lüftungssystemen vorgesehen und verwenden Warmwasser als Wärmeträger.
Das Warmwasser zirkuliert durch den HDW-Wärmetauscher, während die durch den Lufterhitzer strömende Luft die vom Wärmetauscher übertragene Wärme aufnimmt. Für den Betrieb eines HDW-Lufterhitzers sind daher eine geeignete Warmwasserquelle und ein Wasserkreislauf erforderlich.
HDW-Lufterhitzer können in einfachen mechanischen Zuluftsystemen mit Kanalventilator, in Systemen mit Wärmerückgewinnungsgeräten, mit Lüftungsgeräten (AHU) sowie in anderen Luftzufuhr- und Luftaufbereitungssystemen eingesetzt werden.
EHC – elektrische Kanal-Lufterhitzer und Vorwärmer, bei denen elektrische Energie zur Erwärmung der Luft genutzt wird.
HDW – wassergeführte Kanal-Lufterhitzer, bei denen die Wärme von einem Warmwassersystem bereitgestellt wird.
Bei der Auswahl eines EHC sind Heizleistung, Stromversorgung und Steuerung zu berücksichtigen. Bei der Auswahl eines HDW müssen Wassertemperaturen, Wasserdurchfluss und Wärmetauscherleistung berücksichtigt werden.
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Elektrische EHC-Kanal-Lufterhitzer und Vorwärmer sind entweder ohne integrierte elektronische Regelung oder mit integrierter Regelungsautomatik erhältlich. Die passende Ausführung wird danach ausgewählt, welches System die Heizung steuert, wie die Temperatur eingestellt werden soll und welche zusätzlichen Überwachungsfunktionen erforderlich sind.
Die EHC-Basismodelle verfügen über keinen integrierten elektronischen Temperatur- und Leistungsregler. Ihr Betrieb muss daher von einem externen Automatisierungssystem gesteuert werden.
Dies kann die Steuerung eines Wärmerückgewinnungs- oder Lüftungsgeräts, ein separater Regler für elektrische Lufterhitzer, ein Gebäudeautomationssystem oder eine andere geeignete externe Automatisierung sein.
Diese Variante eignet sich, wenn alle zur Steuerung des Lufterhitzers erforderlichen Funktionen bereits in der übergeordneten Automatisierung des Lüftungssystems vorgesehen sind.
EHC../CE-Modelle verfügen über eine integrierte elektronische Leistungsregelung, die über ein externes 0–10-VDC-Signal gesteuert wird.
Der externe Regler berechnet die erforderliche Heizleistung und übermittelt dem EHC das entsprechende 0–10-VDC-Steuersignal. Dadurch kann die Heizleistung entsprechend dem Bedarf des Lüftungssystems geregelt werden.
Die CE-Version eignet sich für Systeme, in denen der Lufterhitzer von einem Wärmerückgewinnungsgerät, Lüftungsgerät, programmierbaren Regler oder einer anderen Automatisierung mit geeignetem 0–10-VDC-Steuerausgang gesteuert wird.
EHC../SE-Modelle verfügen über einen integrierten elektronischen Regler, während die gewünschte Temperatur über ein externes Temperatureinstellgerät eingestellt wird.
Zur Temperaturregelung wird ein Kanaltemperaturfühler verwendet, der im Luftstrom hinter dem Lufterhitzer oder Vorwärmer installiert wird.
Die SE-Version eignet sich, wenn eine autonome Temperaturregelung erforderlich ist, die Temperatur jedoch bequemer an einer für den Benutzer oder Anlagenbetreiber zugänglichen Stelle eingestellt werden soll und nicht direkt am im Luftkanal montierten EHC.
EHC../SI-Modelle verfügen über einen integrierten elektronischen Regler und die gewünschte Temperatur wird direkt am EHC eingestellt.
Zur Temperaturregelung wird ein Kanaltemperaturfühler verwendet, der im Luftstrom hinter dem Lufterhitzer oder Vorwärmer installiert wird.
Die SI-Version eignet sich für autonome Lüftungssysteme, bei denen kein separates externes Temperatureinstellgerät erforderlich ist.
Ein elektrischer Kanal-Lufterhitzer oder Vorwärmer darf nur bei ausreichendem Luftstrom betrieben werden. Der Luftstrom führt die von den Heizelementen erzeugte Wärme ab. Ein unzureichender oder unterbrochener Luftstrom kann daher zur Überhitzung des Lufterhitzers führen.
EHC-Geräte können mit integrierten Funktionen zur Luftstrom- und Drucküberwachung ausgestattet werden.
Die F-Funktion überwacht den Luftstrom im Kanal. Sie erkennt, ob Luft durch den EHC strömt, und verhindert den Betrieb des Lufterhitzers, wenn kein Luftstrom vorhanden ist.
Die SR-Funktion dient zur Überwachung des Drucks im Luftkanal.
Die FC-Ausführung verfügt über eine integrierte Luftstrom- und Drucküberwachung.
Sie ermöglicht die Überwachung der für den Betrieb des Lufterhitzers erforderlichen Luftbewegung und verhindert den Betrieb bei fehlendem Luftstrom.
FC kann mit verschiedenen EHC-Steuerungsvarianten kombiniert werden. Möglich sind beispielsweise die Ausführungen EHC../CE/FC, EHC../SE/FC und EHC../SI/FC.
EHC../MB-Modelle verfügen über eine RS-485-MODBUS-Schnittstelle zur Integration des Lufterhitzers oder Vorwärmers in ein Gebäudeleitsystem (BMS) oder ein anderes MODBUS-kompatibles Automatisierungssystem.
Diese Variante ist für Objekte vorgesehen, in denen Lüftungs- und Heizgeräte zentral gesteuert werden und der EHC Bestandteil der übergeordneten Gebäudeautomation sein soll.
RS-485 MODBUS kann mit anderen Steuerungs- und Überwachungsfunktionen des EHC kombiniert werden.
Die Ausstattung dreiphasiger EHC-Geräte hängt von der gewählten Steuerungsvariante ab.
Bei dreiphasigen EHC-Lufterhitzern und Vorwärmern ohne integrierte Regelungsautomatik ist ein Schütz nicht im Standardlieferumfang enthalten.
Beispielsweise ist der EHC200/6.0/3 ein dreiphasiger EHC ohne integrierte Regelungsautomatik. Ein Schütz gehört daher nicht zu seiner Standardausstattung.
Seit dem 01.09.2026 gehört bei dreiphasigen EHC-Modellen mit integrierter Regelungsautomatik ein Schütz zur Standardausstattung.
Beispielsweise verfügt der EHC200/6.0/3/SI/FC/K über eine integrierte SI-Regelung, Luftstrom- und Drucküberwachung sowie ein Schütz.
Runde elektrische EHC-Kanal-Lufterhitzer und Vorwärmer sind für den direkten Einbau in runde Luftkanalsysteme ausgelegt.
Die Gehäuse bestehen aus Aluzinc-beschichtetem Blech, während für die Heizelemente Rohre aus Edelstahl verwendet werden. An den Kanalanschlüssen kommen Dichtungen zum Einsatz, die eine dichte Verbindung mit dem Lüftungskanalsystem gewährleisten.
Vorwärmer sind zusätzlich wärmeisoliert.
Je nach Anforderungen des jeweiligen Projekts sind auch andere Leistungen und Temperatureinstellbereiche erhältlich.
Elektrische EHC-Kanal-Lufterhitzer und Vorwärmer verfügen über zwei Überhitzungsschutzthermostate.
Bei Modellen mit einem Durchmesser unter 250 mm wird ein automatisch rückstellender 60-°C-Thermostat verwendet.
Bei Modellen mit einem Durchmesser von 250 mm und größer wird ein automatisch rückstellender 70-°C-Thermostat verwendet.
Zusätzlich wird ein manuell rückstellbarer 100-°C-Sicherheitsthermostat eingesetzt, der bei Überhitzung die Heizung abschaltet. Die Taste für die manuelle Rückstellung befindet sich am EHC-Gehäuse.
Bei einphasigen Modellen sind die Thermostate in Reihe mit dem Heizelement geschaltet. Für diese Überhitzungsschutzfunktion ist daher kein zusätzliches externes Relais erforderlich.
Bei zwei- und dreiphasigen Modellen ist für die Überhitzungsschutzfunktion ein Relais oder Schütz erforderlich, außer bei Modellen, bei denen das entsprechende Bauteil bereits im EHC installiert ist.
Die Leistung eines elektrischen Kanal-Lufterhitzers oder Vorwärmers kann nicht allein anhand des Kanaldurchmessers ausgewählt werden.
Die erforderliche Heizleistung hängt in erster Linie von folgenden Faktoren ab:
Je größer der durch den Lufterhitzer strömende Luftvolumenstrom ist und je stärker die Luft erwärmt werden muss, desto höher muss die Heizleistung sein.
Daher können zwei EHC-Geräte mit demselben Kanaldurchmesser völlig unterschiedliche Heizleistungen haben. Der Kanaldurchmesser bestimmt die Anschlussgröße, legt jedoch allein nicht die erforderliche Heizleistung fest.
Bei der Auswahl eines EHC müssen der projektierte oder tatsächliche Luftvolumenstrom des Lüftungssystems sowie die Lufttemperaturen vor und hinter dem Lufterhitzer bekannt sein.
Bei EHC-PTC-Modellen kommen PTC-Heizelemente mit selbstregelnden Eigenschaften zum Einsatz.
Zu den Vorteilen der PTC-Konstruktion gehören kompakte Abmessungen des Lufterhitzers, ein geringer Druckverlust und das Funktionsprinzip der selbstregelnden PTC-Heizelemente.
EHC PTC kann sowohl als Lufterhitzer als auch als Vorwärmer eingesetzt und mit integrierter elektronischer Steuerung sowie Funktionen zur Luftstrom- und Drucküberwachung ausgestattet werden.
EHC TR sind elektrische Kanal-Lufterhitzer und Vorwärmer in verkürzter Bauform für Systeme, in denen im Luftkanal nicht genügend Platz für den Einbau eines Standard-EHC vorhanden ist.
Die TR-Version erfüllt dieselben grundlegenden Funktionen zur Erwärmung oder Vorwärmung der Luft. Durch die kompaktere Bauweise lässt sie sich jedoch leichter bei begrenztem Einbauraum installieren.
EHC TR kann ebenfalls mit verschiedenen Varianten der integrierten Steuerung sowie der Luftstrom- und Drucküberwachung ausgestattet werden.
Ein elektrischer Kanal-Lufterhitzer oder Vorwärmer ist Bestandteil des gesamten Lüftungssystems. Sein sicherer und effizienter Betrieb hängt daher von der richtigen Auslegung des Luftstroms, des Ventilators, des Kanalsystems, der Stromversorgung und der Steuerungsautomatik ab.
Die Mindestluftgeschwindigkeit durch den EHC muss mindestens 1.5 m/s betragen.
Die Heizleistung muss anhand des tatsächlichen Luftvolumenstroms des Lüftungssystems und der erforderlichen Temperaturänderung ausgewählt werden und nicht allein anhand des Kanaldurchmessers.
Elektrischer Anschluss, Schutz- und Steuerungsschaltung müssen der Leistung, Phasenanzahl und Ausstattung des jeweiligen EHC-Modells entsprechen.
Wird der EHC als Vorwärmer vor einem anderen Gerät des Lüftungssystems eingesetzt, muss die eingestellte Lufttemperatur den Betriebsanforderungen dieses Geräts und des gesamten Systems entsprechen.
Bei richtiger Auswahl von Einsatzbereich, Leistung, Temperaturbereich und Steuerungsart können EHC-Geräte sowohl in einfachen mechanischen Zuluftsystemen mit Kanalventilator als auch in komplexen automatisierten Lüftungssystemen mit Wärmerückgewinnungsgeräten, Lüftungsgeräten und zentraler Gebäudeautomation eingesetzt werden.
Wassergeführte HDW-Kanal-Lufterhitzer sind zur Erwärmung der Zuluft in mechanischen Lüftungssystemen vorgesehen und verwenden Warmwasser als Wärmeträger.
Im Gegensatz zu elektrischen EHC-Kanal-Lufterhitzern erzeugen HDW-Geräte die Wärme nicht mit elektrischen Heizelementen. Warmwasser zirkuliert durch den Wärmetauscher des Lufterhitzers und die durchströmende Luft nimmt die übertragene Wärme auf. Daher sind für den Betrieb eines HDW eine externe Warmwasserquelle und ein fachgerecht ausgelegter Wasserkreislauf erforderlich.
HDW-Lufterhitzer können in einfachen mechanischen Zuluftsystemen mit Kanalventilator, in Systemen mit Wärmerückgewinnungsgeräten, mit Lüftungsgeräten (AHU) sowie in anderen Luftzufuhr- und Luftaufbereitungssystemen eingesetzt werden.
Das Warmwasser für den HDW-Lufterhitzer kann von einer zentralen oder lokalen Heizungsanlage des Gebäudes, einem Heizkessel, einer Wärmepumpe oder einer anderen Wärmequelle bereitgestellt werden, die die erforderlichen Wärmeträgerparameter gewährleisten kann.
HDW-Lufterhitzer sind für den direkten Einbau in runde Lüftungskanalsysteme ausgelegt.
Das Gehäuse des Lufterhitzers besteht aus verzinktem Stahl. Die Rohre des Wärmetauschers und die Wasseranschlüsse bestehen aus Kupfer, während zur Vergrößerung der Wärmeübertragungsfläche Aluminiumlamellen verwendet werden.
Diese Konstruktion des Wärmetauschers ermöglicht die Wärmeübertragung vom Warmwasser auf die durch den Lufterhitzer strömende Luft: Das Wasser zirkuliert durch die Kupferrohre, die Wärme wird an die Aluminiumlamellen übertragen und die darüber strömende Luft wird erwärmt.
An den Kanalanschlüssen werden Gummidichtungen verwendet, die eine dichte Verbindung zwischen Lufterhitzer und Kanalsystem unterstützen.
Die HDW-Konstruktion ermöglicht außerdem den Zugang zum Wärmetauscher für regelmäßige Wartungs- und Reinigungsarbeiten.
Maximale Betriebstemperatur des Wärmeträgers – 100 °C.
Maximaler Betriebsdruck – 1.0 MPa (10 bar).
Wesentliche Konstruktionsmaterialien:
HDW-Lufterhitzer sind nicht an einen bestimmten Typ von Lüftungsgerät gebunden. Sie können in verschiedenen mechanischen Lüftungssystemen eingesetzt werden, sofern der erforderliche Luftstrom und eine Warmwasserversorgung mit geeigneten Parametern gewährleistet sind.
In einem einfachen Zuluftsystem kann ein Kanalventilator die Luft durch den HDW-Lufterhitzer fördern, der die Zulufttemperatur auf den für das System erforderlichen Wert anhebt.
In einem System mit Wärmerückgewinnung kann der HDW als zusätzlicher Zuluft-Nacherhitzer eingesetzt werden, wenn die Lufttemperatur nach der Wärmerückgewinnung weiter erhöht werden muss.
HDW-Lufterhitzer können auch zusammen mit Lüftungsgeräten (AHU) und anderen Luftaufbereitungsgeräten eingesetzt werden.
Ein HDW kann nicht korrekt allein anhand des Kanaldurchmessers ausgewählt werden.
Je größer der durch den Lufterhitzer strömende Luftvolumenstrom ist und je stärker die Lufttemperatur erhöht werden muss, desto größer ist die erforderliche Wärmemenge.
Im Gegensatz zu einem elektrischen EHC, bei dem die elektrische Nennheizleistung eine feste Eigenschaft des jeweiligen Modells ist, hängt die von einem HDW übertragene Heizleistung auch von den tatsächlichen Betriebsparametern des Wasserkreislaufs ab.
Derselbe HDW-Lufterhitzer kann bei unterschiedlichen Vor- und Rücklauftemperaturen, Wasserdurchflüssen oder Luftvolumenströmen unterschiedliche Heizleistungen übertragen.
Daher muss der HDW anhand der Auslegungsbetriebsparameter des jeweiligen Lüftungs- und Heizungssystems ausgewählt werden.
Die Heizleistung eines HDW wird durch die Regelung der über den Wärmetauscher übertragenen Wärmemenge gesteuert. Bei einem wassergeführten System hängt dies mit der Regelung des Wärmeträgerdurchflusses und seiner Temperatur zusammen.
Abhängig vom jeweiligen Lüftungs- und Heizungssystem kann der HDW über eine externe Automatisierung gesteuert werden, die anhand der Signale von Temperaturfühlern und der eingestellten Zulufttemperatur die Komponenten des Wasserkreislaufs regelt.
Die Steuerungslösung für den HDW muss daher gemeinsam mit dem Wasserkreislauf des jeweiligen Systems, dem Ventilator oder Lüftungsgerät und der verwendeten Automatisierung ausgewählt werden.
EHC und HDW erfüllen dieselbe Grundfunktion – sie übertragen Wärme auf die durch einen Luftkanal strömende Luft –, verwenden jedoch unterschiedliche Wärmequellen.
EHC erzeugt Wärme mit elektrischen Heizelementen. Je nach Modell kann ein EHC über integrierte elektronische Steuerung, Temperaturregelung, 0–10-VDC-Steuerung, Luftstrom- und Drucküberwachung, eine RS-485-MODBUS-Schnittstelle und weitere Funktionen verfügen. EHC-Geräte können außerdem als Vorwärmer für kalte Luft eingesetzt werden.
HDW erhält die Wärme aus dem durch den Wärmetauscher zirkulierenden Warmwasser und benötigt daher eine externe Wärmequelle und einen Wasserkreislauf.
EHC ist eine geeignete Wahl, wenn zur Erwärmung oder Vorwärmung der Luft elektrische Energie eingesetzt werden soll, keine geeignete Warmwasserquelle vorhanden ist oder bestimmte integrierte EHC-Steuerungsfunktionen erforderlich sind.
HDW ist eine geeignete Wahl, wenn am Objekt eine passende Warmwasserquelle vorhanden ist und deren Wärme zur Erwärmung der Lüftungsluft genutzt werden soll.
Bei der endgültigen Auswahl zwischen EHC und HDW sind der Luftvolumenstrom des Lüftungssystems, die erforderliche Heizleistung, die verfügbaren Energiequellen, die verfügbare elektrische Leistung, die Parameter des Wassersystems, die Steuerungslösung und die Betriebsbedingungen des jeweiligen Objekts zu berücksichtigen.